Biodyn

Wir von Champagne Characters freuen uns über jeden Winzer, der sich für eine biologische oder biodynamische Arbeitsweise entscheidet. Er wählt nämlich einen saubereren, ressourcenschonenderen, jedoch auch weit steinigeren Weg als diejenigen seiner Kollegen, die in Weinberg und Keller konventionell vorgehen.

Abhängig von den Statuten des jeweiligen Verbandes haben biodynamische Betriebe die höchsten Hürden zu überspringen. Besonders der Pflanzenschutz, aber auch die Verwendung von Additiven bei der Weinbereitung, ist überall sehr restriktiv geregelt.

Dennoch – oder vielleicht auch gerade deshalb – gibt es unter den biodynamisch arbeitenden Winzern eine bemerkenswert hohe Dichte an international anerkannten Meistern ihres Faches. Eine weitaus überproportionale Menge an Spitzenweinen stammt nicht erst seit gestern aus entsprechend bewirtschafteten Weinbergen und Kellern. Das ist - bei aller oftmals berechtigter Kritik an den fraglos vorhandenen esoterischen Zügen der Biodynamie - unstrittig.

Daher lohnt es sich für jeden Weinfreund im Allgemeinen und den Champagnergenießer im Speziellen, sich mit den theoretischen Grundlagen und praktischen Handlungsweisen dieser Philosophie zu befassen. Denn um eine solche handelt es sich zweifelsohne!
Als Vater der biodynamischen Landwirtschaft - und somit auch des Weinbaus - gilt der Österreicher Rudolf Steiner, der zu Begin des 20 Jahrhunderts in zahllosen Schriften und mindestens ebenso vielen Vorträgen seine ganzheitlichen Weltvorstellungen formulierte.
Grob zusammengefasst betrachtete er das Universum mit all seinen kosmischen Kräften, die Erde, die Pflanze als deren Frucht und nicht zuletzt den Menschen, als sich permanent wechselseitig beeinflussende Teile eines großen Ganzen.
Diese Lehre - jenseits der Landwirtschaft auch als Anthroposophie bekannt - stützt sich vor allem auf Steiners eigene, subjektive Beobachtungen der Natur, was sie wissenschaftlich äußerst angreifbar macht.

Wir von Champagne Characters möchten uns in diese endlose Debatte nicht einmischen. Wir blicken vielmehr respekt- und genussvoll auf die eingangs erwähnten flüssigen Ergebnisse, von denen es gerade in der Champagne besonders viele zu entdecken gibt!

Unter Einsatz eigens zubereiteter biodynamischer Präparate – allen voran des berühmten Hornmists sowie homöopathischer Spritzmittel – entstehen inzwischen nicht wenige der besten Weine der Region.
Die direkten Auswirkungen der Biodynamie auf das Endprodukt lassen sich hierbei jedoch nicht so einfach quantifizieren, zu groß ist die stilistische Bandbreite.

Gewisse Gemeinplätze sind dennoch auszumachen, vor allem in Hinblick auf die zahlreichen kleineren biologisch-dynamischen Betriebe und ihre handwerklich bereiteten Winzerchampagner:
Sehr viele Biodynamiker gehören der recht neuen Schule unter den Winzern der Region an, die Champagner in erster Linie als herkunftstypischen Wein begreift, der aus kerngesunden, voll ausgereiften Trauben gekeltert wird, um anschließend minimalinvasiv und möglichst natürlich zu vergären und zu reifen.
Eine Spontangärung der Grundweine sowie eine Reduktion des, bzw. völliger Verzicht auf Schwefel als Mittel der Stabilisierung, sind in diesem Zusammenhang zwingend zu erwähnen.
Die Ergebnisse sind - wie oben bereits erwähnt - heterogen, jedoch sind überdurchschnittlich viele biodynamische Champagner vergleichsweise reife, stoffige und nicht selten auch von ausgedehntem Schalenkontakt sowie vom Ausbau im Holz oder archaisch anmutenden Amphoren geprägte Gewächse. Ebenso augenfällig ist die besonders hohe Zahl der Einzellagenabfüllungen und Jahrgangsweine.

Diese Tendenz ist für uns von Champagne Characters eine geradezu zwangsläufige Folge der gerade in diesen Kreisen angestrebten Entwicklung des Champagners, weg von einem möglichst konstanten Markenprodukt, hin zu einem großen Wein auf Augenhöhe mit Burgund und anderen Weltklasseregionen, der sowohl das Terroir, als auch den Jahrgang möglichst detailgetreu abbildet.

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