Was ist ein Jahrgangschampagner?
Was Jahrgangschampagner ausmacht, worin er sich von Champagner ohne Jahrgang unterscheidet und warum es spannend ist, verschiedene Jahrgänge zu entdecken.
Vielleicht ist Dir beim Stöbern in unserem Shop schon einmal aufgefallen, dass auf manchen Champagnerflaschen eine Jahreszahl steht, auf anderen wiederum nicht. Dahinter steckt ein Unterschied, der ziemlich spannend sein kann.
Ein Jahrgangschampagner stammt aus einem bestimmten Erntejahr. Er kann zeigen, was in diesem Jahr in der Champagne passiert ist und wie die Winzer die Bedingungen des jeweiligen Jahres in ihrem Champagner zum Ausdruck bringen.
Aber was bedeutet das genau? Und ist ein Jahrgangschampagner automatisch etwas Besonderes? Schauen wir uns das einmal genauer an.
Was bedeutet Jahrgang bei Champagner?
Die Jahreszahl auf einer Flasche Jahrgangschampagner verweist auf ein bestimmtes Erntejahr. Der Champagner wird also mit einem konkreten Jahr verbunden und damit auch mit den Bedingungen, die in diesem Jahr in der Champagne geherrscht haben.
Denn kein Jahr gleicht dem anderen. Wetter und Bedingungen während der Saison können sich unterscheiden. Wie sich das auf die Weine auswirkt, hängt auch davon ab, wie die Winzer mit den jeweiligen Herausforderungen umgehen.
Ein Blick auf die Jahrgänge zeigt, wie unterschiedlich die Voraussetzungen sein können: Auf unserer Website beschreiben wir beispielsweise 2018 als ein Jahr mit außergewöhnlich hoher Reife. 2017 war dagegen von Frostschäden und späteren Regenfällen geprägt. Und 2019 folgte auf eine Reihe extremer Wetterereignisse – mit Weinen, die sich bei den besten Erzeugern dennoch erstaunlich ausgewogen zeigten.
Das macht Jahrgangschampagner für uns so interessant: Er erzählt auch etwas über das Jahr, aus dem er stammt.
Was ist der Unterschied zu Champagner ohne Jahrgang?
Champagner ohne Jahrgang wird aus Weinen verschiedener Jahrgänge zusammengestellt. Das ermöglicht den Winzer, einen bestimmten Stil über mehrere Jahre hinweg zu bewahren.
Bei einem Jahrgangschampagner steht dagegen ein bestimmtes Erntejahr im Mittelpunkt.
Was ist nun besser? Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Varianten können großartig sein. Es kommt darauf an, was Du gerne trinkst und was Du entdecken möchtest.
Wenn Du neugierig bist, probiere doch einmal zwei Champagner direkt nebeneinander: einen mit und einen ohne Jahrgang. So kannst Du selbst herausfinden, was Dir gefällt.
Ist Jahrgangschampagner automatisch besser?
Nein. Eine Jahreszahl auf dem Etikett ist kein automatisches Qualitätsversprechen.
Wie ein Champagner ausfällt, hängt nicht allein vom Jahrgang ab. Auch die Handschrift der Winzer spielt eine Rolle. Gerade deshalb können Champagner aus demselben Jahr unterschiedlich ausfallen.
Für uns ist ein Jahrgang deshalb vor allem eine zusätzliche Möglichkeit, einen Champagner einzuordnen und besser zu verstehen. Er macht neugierig auf die Bedingungen des Jahres und darauf, wie die Winzer damit gearbeitet haben.
Und wie immer gilt: Entscheidend ist am Ende, ob Dir der Champagner schmeckt.
Warum es sich lohnt, verschiedene Jahrgänge zu entdecken
Wer verschiedene Jahrgänge probiert, kann erleben, wie unterschiedlich Champagner ausfallen können. Genau das zeigen wir auch mit unserem Vintage-Paket: Drei Jahrgänge, drei Handschriften.
Darin treffen drei Champagner aus den Jahren 2013, 2016 und 2019 aufeinander, von drei unterschiedlichen Winzern, die den jeweiligen Jahrgang auf ihre eigene Art interpretieren.
Die Idee dahinter ist einfach: Nicht nur die Jahreszahl ist interessant, sondern auch die Frage, wie unterschiedlich Winzer mit den Bedingungen eines Jahres umgehen und was sie daraus machen.