Aÿ

Die Gemeinde Aÿ liegt etwa 28 Kilometer südlich von Reims im „Regionalen Naturpark Montagne de Reims“ und ist somit Teil der Weinbauregion „Grande Vallée de la Marne“.


Seine insgesamt über 360 Hektar Weinberge sind als Grand Cru klassifiziert, stark von Kreide geprägt und primär nach Süden hin exponiert.


Aufgrund der Öffnung des Marne-Tals bei Aÿ hin zur weiten Ebene der Champagne ist das Mikroklima trockener als in anderen Weinbaugemeinden der Region.


Die stilistischen Auswirkungen dieses ganz besonderen Terroirs auf die Weine von Aÿ sind unverkennbar: Hier entstehen tendenziell kraftvolle, aromatische Champagner, die dennoch ein lebhaftes Säurespiel nicht vermissen lassen.


Die dominierende Rebsorte von Aÿ ist der Pinot Noir, der rund 90 Prozent der Rebfläche einnimmt, gefolgt von Chardonnay mit etwa 8 Prozent und einem geringen Anteil Pinot Meunier.


Pinot Noir aus Aÿ wächst auf etwas geringerer Höhe – und damit tendenziell unter wärmeren Bedingungen -  als in Ambonnay oder Bouzy, den bedeutendsten Konkurrenten in der Kategorie „kraftvollster Pinot Noir  der Champagne“.


Daher verwundert es den Kenner auch wenig, dass Aÿ eine der ganz wenigen Gemeinden der Region ist, in der die Erzeugung seriöser roter Stillweine nicht nur möglich ist, sondern tatsächlich auch erfolgt.


Aÿ ist Heimat einiger großer Champagnerhäuser und seine generelle Wichtigkeit wird zusätzlich durch die Tatsache untermauert, dass das renommierte „Institut International des Vins de Champagne“ seinen Sitz in der örtlichen Villa Bissinger hat.


Aus der historischen Perspektive betrachtet ist die Gemeinde in ihrer Bedeutung gar nicht hoch genug einzuschätzen, denn bereits seit dem 17. Jahrhundert galt Aÿ weithin als Sitz der besten Champagnerwinzer. Die weitläufige Unterkellerung mit Raum für Millionen von Flaschen zeugen eindrucksvoll von dieser großen Vergangenheit.

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