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Ulysse Collin

Die Familie Collin blickt zwar auf über 200 Jahre Weinbau-Tradition zurück, jedoch war es erst der jetzige Inhaber Olivier Collin, der 2003 begann, eigene Weine zu erzeugen und abzufüllen. Inspiriert wurde er laut eigener Aussage durch Kult-Champagnermacher Anselme Selosse, bei dem er ein Praktikum absolvierte. Er schaffte es in der Folge sehr schnell, sich einen Namen im Bereich der Premium-Winzerchampagner zu machen, so dass das Haus Ulysse Collin bei aller Individualität inzwischen längst kein Geheimtipp mehr ist.


Das Gut ist in Cogny an der Coteaux du Morin beheimatet, unmittelbar südlich der Côte des Blancs. Es werden rund neun Hektar Weinberge bewirtschaftet, im Ertrag stehen Chardonnay und Pinot Noir. Mittlerweile werden nur noch vier Weine erzeugt, allesamt Einzellagen-Abfüllungen.


Nach der selektiven Handlese und schonenden Pressung werden alle Weine mit natürlichen, weinbergs- und kellereigenen Hefen in gebrauchten Barriques vergoren, was sich über sechs bis acht Monate hinziehen kann. Die anschließende malolaktische Gärung (Biologischer Säureabbau BSA) sowie der durchschnittlich 13monatige Ausbau der Grundweine erfolgen in denselben Gebinden, die man aus Burgund und Bordeaux bezieht. Vor der Tirage wird weder geschönt noch filtriert, das anschließende Hefelager erstreckt sich je nach Lage und Jahrgang über 32 bis 36 Monate. Das Degorgierdatum wird grundsätzlich auf den Etiketten angegeben, alle Champagner werden für Gewöhnlich Extra-Brut dosiert.
Der sehr naturnahe, minimalinvasive Ansatz von Olivier Collin führt zu außergewöhnlich eigenständigen, komplexen Champagnern, denen man den Holzeinsatz zwar stets anmerkt, ohne dass sie jedoch je über das Ziel hinaus schössen. Ulysse Collin steht heute für einen puristischen, kraftvollen, aber dennoch präzise mineralischen Stil für Fortgeschrittene und Kenner.

 

Bild: courtesy of Peter Liem's ChampagneGuide.net ©